Jeremia

Jeremia 44

Schlachter 1951
1

Dies ist das Wort, welches an Jeremia erging betreffs aller Juden, die im LandeÄgypten wohnten, zu Migdol und Tachpanches, zu Noph und im Lande Patros:

💡 Andacht
2

So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr habt all das Unglück gesehen, welches ichüber Jerusalem und alle Städte Judas gebracht habe, und siehe, sie sind heute Ruinen, und es wohnt niemand darin,

💡 Andacht
3

um der Bosheit willen, die sie begangen haben, mich zu erzürnen, indem sie hingegangen sind, andern Göttern zu räuchern und zu dienen, die weder sie, noch ihr, noch eure Väter gekannt haben,

💡 Andacht
4

wiewohl ich alle meine Knechte frühe und fleißig zu euch gesandt habe und euch sagen ließ: Begeht doch diese Greuel nicht, welche ich hasse!

💡 Andacht
5

Sie aber wollten nicht hören und neigten ihr Ohr nicht, daß sie von ihrer Bosheit abgelassen und nicht mehr fremden Göttern geräuchert hätten.

💡 Andacht
6

Darum hat sich mein Grimm ergossen und ist mein Zorn wider die Städte Judas und die Gassen Jerusalems entbrannt, daß sie zu Trümmern und Ruinen geworden sind, wie es heute der Fall ist.

💡 Andacht
7

Und nun spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, also: Warum tut ihr ein so großesÜbel wider euch selbst, indem ihr bei euch Männer und Weiber, Kinder und Säuglinge aus Juda ausrottet, so daß euch keinÜberrest mehr bleiben wird,

💡 Andacht
8

damit nämlich, daß ihr mich durch die Werke eurer Hände kränket, indem ihr andern Göttern räuchert im LandeÄgypten, wohin ihr gegangen seid, um euch daselbst aufzuhalten, euch selbst zum Verderben, und damit ihr zum Fluch und Schimpfwort werdet unter allen Heiden des Landes?

💡 Andacht
9

Habt ihr denn dieÜbeltaten eurer Väter vergessen und dieÜbeltaten der Könige von Juda und dieÜbeltaten ihrer Weiber und eure eigenenÜbeltaten und dieÜbeltaten, welche eure Weiber im Lande Juda und auf den Gassen von Jerusalem begangen haben?

💡 Andacht
10

Sie sind noch nicht gedemütigt bis zum heutigen Tag; sie fürchten sich nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und in meinen Ordnungen, die ich euch und euren Vätern gegeben habe!

💡 Andacht
11

Darum spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, also: Seht, ich habe mein Angesicht gegen euch gerichtet zum Unglück, und zwar um ganz Juda auszurotten;

💡 Andacht
12

und ich will den Rest der Juden, die ihr Angesicht nachÄgypten gewandt haben, um sich daselbst aufzuhalten, hinwegraffen; sie sollen alle im LandeÄgypten aufgerieben werden, durchs Schwert fallen, durch Hunger aufgerieben werden klein und groß, durchs Schwert umkommen oder Hungers sterben, und sie sollen zum Fluch, zum Entsetzen, zur Verwüstung und zur Beschimpfung werden.

💡 Andacht
13

Also will ich die, so inÄgypten wohnen, heimsuchen, wie ich Jerusalem mit Schwert, Hungersnot und Pest heimgesucht habe,

💡 Andacht
14

so daß auch vomÜberrest der Juden, die gekommen sind, sich im LandeÄgypten aufzuhalten, niemandübrigbleiben noch entrinnen wird, um wieder ins Land Juda zurückzukehren, wie sie sich vorgenommen haben, sich wieder dort anzusiedeln; sie werden nicht zurückkehren, außer etlichen Flüchtlingen!

💡 Andacht
15

Da antworteten dem Jeremia alle Männer, welche wußten, daß ihre Frauen fremden Göttern räucherten, und alle Frauen, die dastanden, eine große Gemeinde, auch alles Volk, das im LandeÄgypten, in Patros wohnte:

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16

💡 Andacht
17

sondern wir wollen alles das tun, was wir gelobt haben: Wir wollen der Himmelskönigin räuchern und ihr Trankopfer ausgießen, wie wir, unsre Väter, unsre Könige und unsre Fürsten in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems getan haben; damals hatten wir genug zu essen, und es ging uns wohl, und wir erlebten kein Unglück!

💡 Andacht
18

Sobald wir aber aufhörten, der Himmelskönigin zu räuchern und Trankopfer auszugießen, hat es unsüberall gefehlt, und wir wurden durch Krieg und Hungersnot aufgerieben.

💡 Andacht
19

Und wenn wir der Himmelskönigin räuchern und Trankopfer ausgießen, tun wir das etwa ohne den Willen unsrer Männer, daß wir ihr Kuchen backen, um sie abzubilden, und ihr Trankopfer spenden?»

💡 Andacht
20

Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, zu den Männern und Frauen, die ihm also geantwortet hatten, er sprach:

💡 Andacht
21

Hat etwa der HERR nicht an das Räuchern gedacht, das ihr, eure Väter, eure Könige und eure Fürsten samt dem Volk des Landes in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems getrieben habt? Er hat daran gedacht, und es ist ihm in den Sinn gekommen!

💡 Andacht
22

Und der HERR konnte nicht länger vergeben, angesichts der Schlechtigkeit eurer Handlungen, angesichts der Greuel, die ihr verübtet; darum ist euer Land zur Wüste und zum Entsetzen und zum Fluch geworden, unbewohnt, wie es heute der Fall ist,

💡 Andacht
23

weil ihr geräuchert und wider den HERRN gesündigt und der Stimme des HERRN nicht gehorcht habt und nicht in seinem Gesetz, in seinen Ordnungen und in seinen Zeugnissen gewandelt seid; darum ist euch dieses Unglück begegnet, wie es heute der Fall ist!

💡 Andacht
24

Weiter sprach Jeremia zu allem Volk, auch zu allen Frauen: Höret das Wort des HERRN, ihr Juden alle, die ihr im LandeÄgypten seid!

💡 Andacht
25

So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr und eure Frauen habt mit eurem eigenen Munde gesagt und mit euren eigenen Händen erfüllt, was ihr sagtet:«Wir wollen unsre Gelübde halten, die wir der Himmelskönigin gelobt haben, wir wollen ihr räuchern und Trankopfer ausgießen!» Haltet eure Gelübde nur aufrecht und vollbringet sie!

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26

Darum hört das Wort des HERRN, ihr Juden alle, die ihr im LandeÄgypten wohnt: Seht, ich habe bei meinem großen Namen geschworen, spricht der HERR, daß mein Name nimmermehr durch den Mund irgend eines Juden in ganzÄgyptenland genannt werden soll, so daß einer spräche: So wahr Gott, der HERR, lebt!

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27

Siehe, ich willüber ihnen wachen zum Unglück und nicht zum Besten, daß alle Juden im LandeÄgypten durch Schwert und Hunger aufgerieben werden, bis sie gänzlich vertilgt sind.

💡 Andacht
28

Es werden zwar einige wenige Leute, die dem Schwerte entrinnen, aus dem LandeÄgypten ins Land Juda zurückkehren; aber der ganzeÜberrest der Juden, die ins LandÄgypten gekommen sind, um sich daselbst aufzuhalten, sollen erfahren, wessen Wort besteht, das meinige oder das ihrige!

💡 Andacht
29

Und das soll für euch das Zeichen sein, spricht der HERR, daß ich euch an diesem Ort heimsuchen werde, und daran könnt ihr merken, daß meine Drohung sich an euch erfüllen wird:

💡 Andacht
30

So spricht der HERR, siehe, ich will den Pharao Hophra, den König vonÄgypten, in die Hand seiner Feinde und derer, die seinem Leben nachstellen, fallen lassen, gleichwie ich Zedekia, den König von Juda, in die Hand des babylonischen Königs Nebukadnezar gegeben habe, der sein Feind war und ihm nach dem Leben trachtete.

💡 Andacht