Hiob

Hiob 27

Schlachter 1951
1

Und Hiob setzte seine Rede fort und sprach:

💡 Andacht
2

So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der Allmächtige, der meine Seele betrübt hat:

💡 Andacht
3

Solange noch mein Odem in mir ist und der Hauch Gottes in meiner Nase,

💡 Andacht
4

sollen meine Lippen nichts Verkehrtes reden und meine Zunge keine Lüge aussprechen.

💡 Andacht
5

Ferne sei es von mir, daß ich euch Recht gebe, ich werde mir meine Unschuld nicht nehmen lassen bis an mein Ende!

💡 Andacht
6

Ich habe an meiner Gerechtigkeit festgehalten und werde sie nicht loslassen, mein Gewissen straft michüber keinen meiner Tage;

💡 Andacht
7

mein Feind aber müsse verurteilt werden und meine Widersacher Unrecht haben.

💡 Andacht
8

Denn was für eine Hoffnung hat der Frevler, wenn Gott[ihn] abschneidet, wenn er ihm seine Seele entzieht?

💡 Andacht
9

Wird Gott sein Geschrei erhören, wenn Notüber ihn kommt?

💡 Andacht
10

Hätte er seine Lust an dem Allmächtigen, so würde er Gott allezeit anrufen.

💡 Andacht
11

Ich will euchüber Gottes Hand belehren und, was es mit dem Allmächtigen für eine Bewandtnis hat, euch nicht verhehlen.

💡 Andacht
12

Siehe, ihr alle habt es ja gesehen(warum redet ihr so unnütze Worte)?

💡 Andacht
13

Das ist das Teil, das der gottlose Mensch von Gott, und dies das Erbe, das die Tyrannen vom Allmächtigen erhalten:

💡 Andacht
14

Wenn seine Kinder sich mehren, so ist's für das Schwert, und seine Nachkommenschaft hat nicht Brot genug.

💡 Andacht
15

Seine Entronnenen sinken durch die Pest ins Grab, und ihre Witwen beweinen sie nicht.

💡 Andacht
16

Wenn er schon Geld zusammenscharrt wie Staub und Kleider zusammenhäuft wie Kot,

💡 Andacht
17

so bringt er sie zwar zusammen, aber der Gerechte wird sie anziehen, und in das Geld werden sich die Unschuldigen teilen.

💡 Andacht
18

Er baut sein Haus wie die Motte und wie ein Hüttlein, das der Hüter macht.

💡 Andacht
19

Reich legt er sich hin und tut es nicht wieder; in einem Augenblick ist er dahin:

💡 Andacht
20

Schrecken ergreift ihn wie eine Wasserflut, der Sturmwind führt ihnüber Nacht davon.

💡 Andacht
21

Ein Ostwind ergreift ihn, und er fährt dahin, er rafft ihn von seiner Stätte hinweg.

💡 Andacht
22

Schonungslos schleudert Er Geschosse nach ihm, eiligst muß er fliehen vor seiner Hand.

💡 Andacht
23

Man klatscht mit den Händenüber ihn und zischt ihn aus an seinem Ort.

💡 Andacht