Hebräer

Hebräer 9

Schlachter 1951
1

Es hatte nun zwar auch der erste[Bund] gottesdienstliche Ordnungen und das irdische Heiligtum.

💡 Andacht
2

Denn es war ein Zelt aufgerichtet, das vordere, in welchem sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden; dieses wird das Heilige genannt.

💡 Andacht
3

Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches das Allerheiligste heißt;

💡 Andacht
4

zu diesem gehört der goldene Räucheraltar und die Bundeslade, allenthalben mit Goldüberzogen, und in dieser war der goldene Krug mit dem Manna und die Rute Aarons, die geblüht hatte, und die Tafeln des Bundes;

💡 Andacht
5

obenüber ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühndeckelüberschatteten, worüber jetzt nicht im einzelnen zu reden ist.

💡 Andacht
6

Da nun dieses so eingerichtet ist, betreten zwar die Priester allezeit das vordere Zelt zur Verrichtung des Gottesdienstes;

💡 Andacht
7

in das zweite Zelt aber geht einmal im Jahr nur der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Versehen des Volkes darbringt.

💡 Andacht
8

Damit zeigt der heilige Geist deutlich, daß der Weg zum Heiligtum noch nicht geoffenbart sei, solange das vordere Zelt Bestand habe.

💡 Andacht
9

Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, da noch Gaben und Opfer dargebracht werden, welche, was das Gewissen anbelangt, den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst verrichtet,

💡 Andacht
10

da er sich nur auf Speisen und Getränke und verschiedene Waschungen bezieht, auf fleischliche Verordnungen, welche bis zur Zeit der Zurechtbringung auferlegt sind.

💡 Andacht
11

Als aber Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,

💡 Andacht
12

auch nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.

💡 Andacht
13

Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zu leiblicher Reinigkeit,

💡 Andacht
14

wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

💡 Andacht
15

Darum ist er auch Mittler eines neuen Bundes, damit(nach Verbüßung des Todes zur Erlösung von den unter dem ersten Bunde begangenenÜbertretungen) die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfingen.

💡 Andacht
16

Denn wo ein Testament ist, da muß notwendig der Tod des Testators erwiesen werden;

💡 Andacht
17

denn ein Testament tritt auf Todesfall hin in kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange der Testator lebt.

💡 Andacht
18

Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht.

💡 Andacht
19

Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volke vorgelegt worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk,

💡 Andacht
20

wobei er sprach:«Dies ist das Blut des Bundes, welchen Gott euch verordnet hat!»

💡 Andacht
21

Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut;

💡 Andacht
22

und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.

💡 Andacht
23

So ist es also notwendig, daß die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge durch solches gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.

💡 Andacht
24

Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in ein Nachbild des wahrhaften, ist Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes für uns;

💡 Andacht
25

auch nicht, um sich selbstöfters zu opfern, gleichwie der Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut ins Heiligtum hineingeht; denn sonst hätte er jaöfters leiden müssen von Grundlegung der Welt an!

💡 Andacht
26

Nun aber ist er einmal gegen das Ende der Weltzeiten hin erschienen zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst;

💡 Andacht
27

und so gewiß den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht,

💡 Andacht
28

so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal ohne Sünde denen erscheinen, die auf ihn warten, zum Heil.

💡 Andacht