Hebräer

Hebräer 10

Schlachter 1951
1

Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Güter hat, nicht das Ebenbild der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, welche man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals vollkommen machen!

💡 Andacht
2

Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten?

💡 Andacht
3

Statt dessen erfolgt durch dieselben nur alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden.

💡 Andacht
4

Denn unmöglich kann Blut von Ochsen und Böcken Sünden wegnehmen!

💡 Andacht
5

Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt:«Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir zubereitet.

💡 Andacht
6

Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.

💡 Andacht
7

Da sprach ich: Siehe, ich komme(in der Buchrolle steht von mir geschrieben), daß ich tue, o Gott, deinen Willen.»

💡 Andacht
8

Indem er oben sagt:«Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht»(die nach dem Gesetz dargebracht werden),

💡 Andacht
9

und dann fortfährt:«Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen», hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen.

💡 Andacht
10

In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des Leibes Jesu Christi ein für allemal.

💡 Andacht
11

Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringtöfters dieselben Opfer dar, welche doch niemals Sünden wegnehmen können;

💡 Andacht
12

dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt

💡 Andacht
13

und wartet hinfort, bis alle seine Feinde als Schemel seiner Füße hingelegt werden;

💡 Andacht
14

denn mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt werden, für immer vollendet.

💡 Andacht
15

Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist;

💡 Andacht
16

denn, nachdem gesagt worden ist:«Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen», spricht der Herr:«Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben,

💡 Andacht
17

und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr gedenken.»

💡 Andacht
18

Wo aber Vergebung für diese ist, da ist kein Opfer mehr für Sünde.

💡 Andacht
19

Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum,

💡 Andacht
20

welchen er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch,

💡 Andacht
21

und einen[so] großen Priesterüber das Haus Gottes haben,

💡 Andacht
22

so lasset uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller Glaubenszuversicht, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser.

💡 Andacht
23

Lasset uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken(denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat);

💡 Andacht
24

und lasset uns aufeinander achten, uns gegenseitig anzuspornen zur Liebe und zu guten Werken,

💡 Andacht
25

indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie etliche zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so viel mehr, als ihr den Tag herannahen sehet!

💡 Andacht
26

Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehrübrig,

💡 Andacht
27

sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird.

💡 Andacht
28

Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben,

💡 Andacht
29

wievielärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?

💡 Andacht
30

Denn wir kennen den, der da sagt:«Die Rache ist mein; ich will vergelten!» und wiederum:«Der Herr wird sein Volk richten».

💡 Andacht
31

Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!

💡 Andacht
32

Gedenket aber der früheren Tage, in welchen ihr nach eurer Erleuchtung unter Leiden viel Kampf erduldet habt,

💡 Andacht
33

da ihr teils selbst Schmähungen und Drangsalenöffentlich preisgegeben waret, teils mit denen Gemeinschaft hattet, welche so behandelt wurden;

💡 Andacht
34

denn ihr habt den Gefangenen Teilnahme bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, in der Erkenntnis, daß ihr selbst ein besseres und bleibendes Gut besitzet.

💡 Andacht
35

So werfet nun eure Freimütigkeit nicht weg, welche eine große Belohnung hat!

💡 Andacht
36

Denn Ausdauer tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens die Verheißung erlanget.

💡 Andacht
37

Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll und nicht verziehen.

💡 Andacht
38

💡 Andacht
39

Wir aber sind nicht von denen, die feige zurückweichen zum Verderben, sondern die da glauben zur Rettung der Seele.

💡 Andacht