1. Korinther

1. Korinther 14

Schlachter 1951
1

Strebet nach der Liebe; doch eifert auch nach den Geistesgaben, am meisten aber, daß ihr weissagen könnet!

💡 Andacht
2

Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand vernimmt es, im Geiste aber redet er Geheimnisse.

💡 Andacht
3

Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.

💡 Andacht
4

Wer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.

💡 Andacht
5

Ich wünschte, daß ihr alle in Zungen redetet, noch viel mehr aber, daß ihr weissagen könntet. Denn wer weissagt, ist größer, als wer in Zungen redet; es sei denn, daß er es auslege, damit die Gemeinde Erbauung empfange.

💡 Andacht
6

Nun aber, ihr Brüder, wenn ich zu euch käme und in Zungen redete, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch redete, sei es durch Offenbarung oder durch Erkenntnis oder durch Weissagung oder durch Lehre?

💡 Andacht
7

Ist es doch ebenso mit den leblosen Instrumenten, die einen Laut von sich geben, sei es eine Flöte oder eine Harfe; wenn sie nicht bestimmte Töne geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird?

💡 Andacht
8

Ebenso auch, wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampfe rüsten?

💡 Andacht
9

Also auch ihr, wenn ihr durch die Zunge nicht eine verständliche Rede gebet, wie kann man verstehen, was geredet wird? Denn ihr werdet in den Wind reden.

💡 Andacht
10

So viele Arten von Sprachen mögen wohl in der Welt sein, und keine ist ohne Laut.

💡 Andacht
11

Wenn ich nun den Sinn des Lautes nicht kenne, so werde ich dem Redenden ein Fremder sein und der Redende für mich ein Fremder.

💡 Andacht
12

Also auch ihr, da ihr eifrig nach Geistesgaben trachtet, suchet, zur Erbauung der Gemeinde daranÜberfluß zu haben!

💡 Andacht
13

Darum: wer in Zungen redet, der bete, daß er es auch auslegen kann.

💡 Andacht
14

Denn wenn ich in Zungen bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht.

💡 Andacht
15

Wie soll es nun sein? Ich will im Geiste beten, ich will aber auch mit dem Verstande beten; ich will im Geiste lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstande lobsingen.

💡 Andacht
16

Sonst, wenn du im Geiste lobpreisest, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er nicht weiß, was du sagst?

💡 Andacht
17

Du magst wohl schön danksagen, aber der andere wird nicht erbaut.

💡 Andacht
18

Ich danke Gott, daß ich mehr als ihr alle in Zungen rede.

💡 Andacht
19

Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit meinem Verstande reden, damit ich auch andere unterrichte, als zehntausend Worte in Zungen.

💡 Andacht
20

Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern an Bosheit seid Kinder, am Verständnis aber werdet vollkommen.

💡 Andacht
21

Im Gesetz steht geschrieben:«Ich will mit fremden Zungen und mit fremden Lippen zu diesem Volke reden, aber auch so werden sie mich nicht hören, spricht der Herr.»

💡 Andacht
22

Darum sind die Zungen zum Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.

💡 Andacht
23

Wenn nun die ganze Gemeinde am selben Ort zusammenkäme, und alle würden in Zungen reden, und es kämen Unkundige oder Ungläubige herein, würden sie nicht sagen, ihr wäret von Sinnen?

💡 Andacht
24

Wenn aber alle weissagten, und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger herein, so würde er von allenüberführt, von allen erforscht;

💡 Andacht
25

das Verborgene seines Herzens würde offenbar, und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen, daß Gott wahrhaftig in euch sei.

💡 Andacht
26

Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Zungenrede, eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung!

💡 Andacht
27

Will jemand in Zungen reden, so seien es je zwei, höchstens drei, und der Reihe nach, und einer lege es aus.

💡 Andacht
28

Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde; er rede aber für sich selbst und zu Gott.

💡 Andacht
29

Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die andern sollen es beurteilen.

💡 Andacht
30

Wenn aber einem andern, der dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so soll der erste schweigen.

💡 Andacht
31

Denn ihr könnet einer nach dem andern alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden.

💡 Andacht
32

Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.

💡 Andacht
33

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.

💡 Andacht
34

Wie in allen Gemeinden der Heiligen, so sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt.

💡 Andacht
35

Wollen sie aber etwas lernen, so mögen sie daheim ihre Männer fragen; denn es steht einem Weibeübel an, in der Gemeinde zu reden.

💡 Andacht
36

Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gekommen?

💡 Andacht
37

Glaubt jemand ein Prophet oder ein Geistbegabter zu sein, der erkenne, daß das, was ich euch schreibe, des Herrn Gebot ist.

💡 Andacht
38

Will es aber jemand mißachten, der mißachte es!

💡 Andacht
39

Also, meine Brüder, strebet nach der Weissagung, und das Reden in Zungen wehret nicht;

💡 Andacht
40

alles aber geschehe mit Anstand und in Ordnung!

💡 Andacht