Lukas

Lukas 15

Schlachter 1951
1

Es pflegten ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören.

💡 Andacht
2

Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und ißt mit ihnen!

💡 Andacht
3

Er sagte aber zu ihnen dieses Gleichnis und sprach:

💡 Andacht
4

Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verliert, der nicht die neunundneunzig in der Wüste läßt und dem verlornen nachgeht, bis er es findet?

💡 Andacht
5

Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden;

💡 Andacht
6

und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war!

💡 Andacht
7

Ich sage euch, also wird Freude sein im Himmelüber einen Sünder, der Buße tut, mehr alsüber neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

💡 Andacht
8

Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, wenn sie eine Drachme verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie sie findet?

💡 Andacht
9

Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte!

💡 Andacht
10

Also, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottesüber einen Sünder, der Buße tut.

💡 Andacht
11

Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.

💡 Andacht
12

Und der jüngere sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen das Gut.

💡 Andacht
13

Und nicht lange darnach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit liederlichem Leben.

💡 Andacht
14

Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnotüber jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden.

💡 Andacht
15

Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Schweine zu hüten.

💡 Andacht
16

Und er begehrte, sich zu sättigen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm.

💡 Andacht
17

Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot imÜberfluß, ich aber verderbe hier vor Hunger!

💡 Andacht
18

Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir,

💡 Andacht
19

ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!

💡 Andacht
20

Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, lief, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.

💡 Andacht
21

Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen!

💡 Andacht
22

Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet eilends das beste Feierkleid her und ziehet es ihm an, und gebet ihm einen Ring an die Hand und Schuhe an die Füße;

💡 Andacht
23

und bringet das gemästete Kalb her und schlachtet es; lasset uns essen und fröhlich sein!

💡 Andacht
24

Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

💡 Andacht
25

Aber seinälterer Sohn war auf dem Felde; und als er kam und sich dem Hause näherte, hörte er Musik und Tanz.

💡 Andacht
26

Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei.

💡 Andacht
27

Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat.

💡 Andacht
28

Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu.

💡 Andacht
29

Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebotübertreten; und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich wäre.

💡 Andacht
30

Da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Dirnen verschlungen hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet!

💡 Andacht
31

Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein.

💡 Andacht
32

Man mußte aber fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden worden!

💡 Andacht