Matthäus

Matthäus 20

Schlachter 1951
1

Denn das Himmelreich ist einem Hausherrn gleich, welcher am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg zu dingen.

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2

Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tagübereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.

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3

Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markte müßig stehen

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4

und sprach zu diesen: Gehet auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben!

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5

Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat ebenso.

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6

Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere dastehen und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag müßig?

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7

Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedungen! Er spricht zu ihnen: Gehet auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen!

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8

Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den Letzten anfängst, bis zu den Ersten.

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9

Und es kamen die, welche um die elfte Stunde gedungen worden, und empfingen jeder einen Denar.

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10

Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; da empfingen auch sie jeder einen Denar.

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11

Und als sie ihn empfangen, murrten sie wider den Hausherrn

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12

und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben.

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13

Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mirübereingekommen?

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14

Nimm das Deine und gehe hin! Ich will aber diesem Letzten so viel geben wie dir.

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15

Habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder siehst du darum scheel, daß ich so gütig bin?

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16

Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.[Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.]

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17

Und als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die Zwölf auf dem Wege beiseite und sprach zu ihnen:

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18

Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem; und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrtenüberantwortet, und sie werden ihn zum Tode verurteilen

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19

und werden ihn den Heidenüberantworten, ihn zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Tage wird er auferstehen.

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20

Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm, fiel ihm zu Füßen, um etwas von ihm zu erbitten.

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21

Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, daß diese meine beiden Söhne einer zur Rechten, der andere zu deiner Linken sitzen sollen in deinem Reiche.

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22

Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, um was ihr bittet! Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke? Sie sprechen zu ihm: Wir können es!

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23

Und er spricht zu ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken; aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu; sondern es wird denen zuteil, welchen es von meinem Vater bereitet ist.

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24

Und als die Zehn das hörten, wurden sie unwilligüber die beiden Brüder.

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25

Aber Jesus rief sie herzu und sprach: Ihr wisset, daß die Fürsten der Völker sie unterjochen, und daß die Großen sie vergewaltigen;

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26

unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener;

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27

und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,

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28

gleichwie des Menschen Sohn nicht gekommen ist, sich dienen zu lassen, sondern damit er diene und sein Leben gebe zum Lösegeld für viele.

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29

Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach.

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30

Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; als sie hörten, daß Jesus vorüberziehe, schrieen sie und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!

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31

Aber das Volk bedrohte sie, sie sollten schweigen. Sie aber schrieen nur noch mehr und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!

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32

Und Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soll?

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33

Sie sagten zu ihm: Herr, daß unsere Augen geöffnet werden!

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34

Da erbarmte sich Jesus ihrer und rührte ihre Augen an, und alsbald sahen sie wieder und folgten ihm nach.

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