Sprüche

Sprüche 30

Schlachter 1951
1

Worte Agurs, des Sohnes Jakes, der Ausspruch, das Manneswort an Itiel, an Itiel und Ukal, nämlich:

💡 Andacht
2

Ich bin unvernünftiger als irgend ein Mann und habe keinen Menschenverstand.

💡 Andacht
3

Ich habe keine Weisheit gelernt, daß ich die Erkenntnis des Heiligen besäße.

💡 Andacht
4

Wer stieg zum Himmel empor und fuhr herab? Wer faßte den Wind in seine Fäuste? Wer band die Wasser in ein Kleid? Wer bestimmte alle Enden der Erde? Wie heißt er und wie heißt sein Sohn? Weißt du das?

💡 Andacht
5

Alle Reden Gottes sind geläutert; er ist ein Schild denen, die ihm vertrauen.

💡 Andacht
6

Tue nichts zu seinen Worten hinzu, daß er dich nicht strafe und du als Lügner erfunden werdest!

💡 Andacht
7

Zweierlei erbitte ich mir von dir; das wollest du mir nicht versagen, ehe denn ich sterbe:

💡 Andacht
8

Falschheit und Lügenwort entferne von mir; Armut und Reichtum gib mir nicht, nähre mich mit dem mir beschiedenen Brot,

💡 Andacht
9

damit ich nicht ausÜbersättigung dich verleugne und sage:«Wer ist der HERR?» daß ich aber auch nicht aus lauter Armut stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife.

💡 Andacht
10

Verleumde keinen Knecht bei seinem Herrn, damit er dir nicht fluche und du dich versündigest!

💡 Andacht
11

Es gibt ein Geschlecht, das seinen Vater verflucht und seine Mutter nicht segnet;

💡 Andacht
12

ein Geschlecht, das rein ist in seinen eigenen Augen und doch von seinem Kot nicht gewaschen ist;

💡 Andacht
13

ein Geschlecht mit was für hohen Augen und erhabenen Augenwimpern!

💡 Andacht
14

ein Geschlecht, dessen Zähne Schwerter und dessen Gebisse Messer sind, um die Elenden aus dem Lande wegzufressen und die Armen aus der Mitte der Menschen.

💡 Andacht
15

Der Blutegel hat zwei Töchter:«Gib her, gib her!» Drei Dinge werden nimmer satt, vier sagen nie:«Es ist genug!»:

💡 Andacht
16

das Totenreich, der verschlossene Mutterleib, die Erde, die des Wassers nicht satt wird, und das Feuer, das nie spricht:«Es ist genug!»

💡 Andacht
17

Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet, der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bache aushacken und die jungen Adler fressen!

💡 Andacht
18

Drei Dinge sind mir zu wunderbar, ja vier begreife ich nicht:

💡 Andacht
19

des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf einem Felsen, des Schiffes Weg mitten im Meer und des Mannes Weg bei einem Mädchen.

💡 Andacht
20

Ebenso unbegreiflich ist mir der Weg einer Ehebrecherin; sie ißt und wischt ihr Maul und spricht:«Ich habe nichts Böses getan!»

💡 Andacht
21

Unter drei Dingen zittert ein Land und unter vieren ist es ihm unerträglich:

💡 Andacht
22

unter einem Knecht, wenn er zur Herrschaft kommt; unter einem Nichtswürdigen, wenn er genug zu essen kriegt;

💡 Andacht
23

unter einer Verhaßten, wenn sie zur Frau genommen wird; und unter einer Magd, wenn sie ihre Herrin beerbt.

💡 Andacht
24

Diese vier sind die Kleinsten im Lande und doch klüger denn die Weisen:

💡 Andacht
25

die Ameisen, kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre Speise;

💡 Andacht
26

die Klippdachsen, kein mächtiges Volk, aber sie legen in Felsspalten ihre Wohnung an;

💡 Andacht
27

die Heuschrecken haben keinen König und ziehen doch ganz geordnet aus;

💡 Andacht
28

die Eidechse kannst du mit den Händen fangen, und sie findet sich doch in den Palästen der Könige.

💡 Andacht
29

Diese drei haben einen schönen Gang, und vier schreiten stattlich einher:

💡 Andacht
30

Der Löwe, der stärkste unter den Tieren, kehrt vor niemand um;

💡 Andacht
31

das lendengegürtete[Roß], der Bock, und ein König, der mit seinem Heerbann zieht.

💡 Andacht
32

Bist du närrisch gewesen und stolz und hast Pläne gemacht, so lege die Hand auf den Mund!

💡 Andacht
33

Denn drückt man die Milch, so gibt es Butter, und drückt man die Nase, so gibt es Blut, und drückt man auf den Zorn, so gibt es Streit.

💡 Andacht