Hiob

Hiob 41

Schlachter 1951
1

Ziehst du das Krokodil mit der Angel heraus, legst du ihm einen Zaum ins Maul?

💡 Andacht
2

Kannst du einen Ring an seine Nase legen und einen Haken durch seine Kinnbacken stoßen?

💡 Andacht
3

Wird es dich lange bitten oder dir Zärtlichkeiten sagen?

💡 Andacht
4

Wird es einen Bund mit dir schließen, daß du es zum ewigen Knechte machest?

💡 Andacht
5

Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vögelein, oder es anbinden für deine Mädchen?

💡 Andacht
6

Verkaufen es die Genossen untereinander, oder teilen es die Händler unter sich?

💡 Andacht
7

Kannst du seine Haut mit Pfeilen spicken und mit Fischerhaken seinen Kopf?

💡 Andacht
8

Lege deine Hand daran. Du wirst des Kampfes nicht vergessen, wirst es nicht zum zweitenmal tun!

💡 Andacht
9

Siehe, die Hoffnung auf dasselbe wird getäuscht; fällt man nicht schon bei seinem Anblick dahin?

💡 Andacht
10

Niemand ist so kühn, daß er es reizen möchte; wer kann aber vor Mir bestehen?

💡 Andacht
11

Wer ist mir zuvorgekommen, daß ich es ihm vergelte? Unter dem ganzen Himmel ist alles mein!

💡 Andacht
12

Ich will von seinen Gliedern nicht schweigen, sondern reden von seiner großen und schönen Gestalt.

💡 Andacht
13

Wer entblößt es von seinem Schuppenpanzer und greift ihm in sein doppeltes Gebiß?

💡 Andacht
14

Weröffnet die Türen seines Rachens? Seine Zähne verbreiten Schrecken.

💡 Andacht
15

Prächtig sind seine starken Schilder, fest zusammengeschlossen und versiegelt;

💡 Andacht
16

einer fügt sich an den andern, daß kein Luftzug dazwischen kommt;

💡 Andacht
17

sie hängen fest zusammen, sind geschlossen und trennen sich nicht.

💡 Andacht
18

Sein Niesen strahlt wie Licht, und seine Augen sind wie die Wimpern der Morgenröte.

💡 Andacht
19

Aus seinem Rachen schießen Fackeln, Feuerfunken entsprühen ihm.

💡 Andacht
20

Dampf geht auf von seinen Nüstern, und der Sumpf wird wie ein siedender Topf.

💡 Andacht
21

Sein Atem facht Kohlen an, eine Flamme schießt aus seinem Munde.

💡 Andacht
22

Stärke wohnt auf seinem Nacken und Schrecken zieht vor ihm her.

💡 Andacht
23

Die Wampen seines Fleisches sitzen fest wie angegossen und bewegen sich nicht.

💡 Andacht
24

Sein Herz ist hart wie Stein und so fest wie der untere Mühlstein.

💡 Andacht
25

Die Helden erbeben, wenn es auffährt; vor Zittern geht ihr Bogen fehl.

💡 Andacht
26

Greift man es mit dem Schwerte an, so haftet dieses nicht, kein Speer, kein Wurfspieß und kein Pfeil.

💡 Andacht
27

Es achtet Eisen für einen Strohhalm, und Erz für faules Holz.

💡 Andacht
28

Kein Pfeil vermag es in die Flucht zu schlagen, und Schleudersteine fallen wie Spreu von ihm ab.

💡 Andacht
29

Es achtet die Keule für einen Halm und verlacht das Sausen der Spieße.

💡 Andacht
30

Unter ihm sind spitze Scherben, es zieht wie ein Dreschschlittenüber den Schlamm dahin.

💡 Andacht
31

Es macht die Tiefe sieden wie einen Kessel, macht das Meer zu einem Salbentopf.

💡 Andacht
32

Hinter ihm her leuchtet der Pfad, es macht die Flut den Silberhaaren gleich.

💡 Andacht
33

Auf Erden ist nicht seinesgleichen; es ist gemacht, um ohne Furcht zu sein.

💡 Andacht
34

Es schaut alle Hohen[furchtlos] an, es ist ein Königüber alle Stolzen.

💡 Andacht