Hiob

Hiob 39

Schlachter 1951
1

Kennst du die Zeit, da die Steinböcke gebären, oder hast du beobachtet, wann die Hindinnen werfen?

💡 Andacht
2

Zählst du die Monde, die sie erfüllen sollen, und weißt du die Zeit ihres Gebärens?

💡 Andacht
3

Sie legen sich nieder, werfen ihre Jungen und sind ihrer Wehen los.

💡 Andacht
4

Ihre Jungen erstarken, wachsen im Freien auf, verlassen sie und kommen nicht mehr zurück.

💡 Andacht
5

Wer hat den Wildesel frei laufen lassen, und wer hat die Bande des Wildlings aufgelöst,

💡 Andacht
6

dem ich die Steppe zur Wohnung angewiesen habe, das salzige Land zum Aufenthalt?

💡 Andacht
7

Er lacht der lärmenden Stadt, und das Geschrei des Treibers hört er nicht;

💡 Andacht
8

er ersieht die Berge zu seiner Weide und läuft allen grünen Kräutern nach.

💡 Andacht
9

Wird der Büffel willig sein, dir zu dienen? Bleibt er an deiner Krippeüber Nacht?

💡 Andacht
10

Kannst du den Büffel mit einem Stricke binden, daß er dir Furchen mache oder hinter dir her den Talgrund egge?

💡 Andacht
11

Vertraust du ihm wegen seiner großen Kraft undüberlässest du ihm deine Arbeit?

💡 Andacht
12

Rechnest du auf ihn, daß er dir deine Ernte einbringe oder deine Tenne fülle?

💡 Andacht
13

Die Straußin schwingt fröhlich ihre Flügel; sind es aber fromme Schwingen und Federn?

💡 Andacht
14

Nein, sieüberläßt ihre Eier der Erde und läßt sie im Sande ausbrüten.

💡 Andacht
15

Sie vergißt, daß ein Fuß sie zertreten und ein wildes Tier sie verderben kann.

💡 Andacht
16

Sie ist hart gegen ihre Jungen, als gehörten sie ihr nicht; es macht ihr keinen Kummer, wenn sie sich umsonst abgemüht hat;

💡 Andacht
17

denn Gott hat ihr die Weisheit versagt und ihr keinen Verstand zugeteilt.

💡 Andacht
18

Zur Zeit, da sie ihre Flügel in die Höhe schlägt, verlacht sie Roß und Reiter.

💡 Andacht
19

Hast du dem Roß Stärke verliehen und seinen Hals mit der flatternden Mähne umhüllt?

💡 Andacht
20

Lehrst du es springen wie eine Heuschrecke, daß sein stolzes Schnauben furchtbar klingt?

💡 Andacht
21

Es scharrt den Boden, freut sich seiner Stärke und läuft den Waffen entgegen;

💡 Andacht
22

es lacht der Furcht, ist unverzagt und weicht vor dem Schwerte nicht zurück;

💡 Andacht
23

ber ihm klirrt der Köcher, blitzen Speer und Wurfspieß.

💡 Andacht
24

Es scharrt den Boden mit Ungestüm und bleibt nicht stehen, wenn die Posaune ertönt;

💡 Andacht
25

sobald die Posaune erklingt, spricht es: Hui! Von ferne wittert es die Schlacht, die Donnerstimme der Führer und das Feldgeschrei.

💡 Andacht
26

Macht es dein Verstand, daß der Habicht fliegt und seine Flügel gen Süden ausbreitet?

💡 Andacht
27

Schwingt sich auf dein Geheiß der Adler empor und legt sein Nest in der Höhe an?

💡 Andacht
28

Er wohnt in Felsspalten und horstet auf Klippen und Bergesspitzen.

💡 Andacht
29

Von dort aus erspäht er sich Beute, seine Augen schweifen weit umher;

💡 Andacht
30

seine Jungen schlürfen Blut, und wo ein Aas ist, da ist er.

💡 Andacht