Hiob

Hiob 32

Schlachter 1951
1

Da hörten jene drei Männer auf, Hiob zu antworten, weil er in seinen Augen gerecht war.

💡 Andacht
2

Es entbrannte aber der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, des Busiters, vom Geschlechte Ram;über Hiob entbrannte sein Zorn, weil er sich selbst für gerechter hielt als Gott;

💡 Andacht
3

ber seine drei Freunde aber entbrannte sein Zorn, weil sie keine Antwort fanden und Hiob doch verurteilten.

💡 Andacht
4

Elihu aber hatte mit seiner Rede an Hiob gewartet; denn jene warenälter als er.

💡 Andacht
5

Als aber Elihu sah, daß im Munde jener drei Männer keine Antwort mehr war, entbrannte sein Zorn.

💡 Andacht
6

Und Elihu, der Sohn Barachels, der Busiter, hob an und sprach: Jung bin ich an Jahren, ihr aber seid grau; darum habe ich mich gefürchtet, euch meinen Befund zu verkünden.

💡 Andacht
7

Ich dachte: Die Betagten sollen reden und die Bejahrten ihre Weisheit kundtun.

💡 Andacht
8

Aber der Geist ist es im Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.

💡 Andacht
9

Nicht alle Lehrer sind weise, und nicht alle Greise verstehen sich aufs Recht.

💡 Andacht
10

Darum sage ich: Höret auf mich, so will ich mein Urteil verkünden, ja, auch ich.

💡 Andacht
11

Siehe, ich habe eure Reden abgewartet, habe zugehört bis zu eurem Entscheid, bis ihr die rechten Worte gefunden hättet;

💡 Andacht
12

und ich habe auf euch gewartet, bis ihr fertig waret; aber siehe, da ist keiner unter euch, der Hiob widerlegt, der seine Rede beantwortet hätte.

💡 Andacht
13

Saget nur ja nicht:«Wir haben die Weisheit gefunden: Gott wird ihn schlagen, nicht ein Mensch.»

💡 Andacht
14

Er hat seine Worte nicht an mich gerichtet, so will ich ihm auch nicht antworten wie ihr.

💡 Andacht
15

Sie sind geschlagen, sie geben keine Antwort mehr, die Worte sind ihnen ausgegangen!

💡 Andacht
16

Ich habe gewartet; weil sie aber nichts sagen, weil sie dastehen und nicht mehr antworten,

💡 Andacht
17

so will auch ich nun meinen Teil erwidern und mein Urteil abgeben, ja, auch ich;

💡 Andacht
18

denn ich bin voll von Worten, und der Geist, der in mir ist, drängt mich dazu.

💡 Andacht
19

Siehe, mein Leib ist wie ein Weinschlauch, der keineÖffnung hat; wie Schläuche voll Most will er bersten.

💡 Andacht
20

Darum will ich reden, so wird es mir leichter, ich will meine Lippen auftun und antworten.

💡 Andacht
21

Ich will aber keine Person ansehen und keinem Menschen schmeicheln;

💡 Andacht
22

denn ich kann nicht schmeicheln, leicht möchte mein Schöpfer mich sonst wegraffen!

💡 Andacht